Vielfalt bewegt!
Xenos-Projekt zur beruflichen und gesellschaftlichen Integration von Jugendlichen im ländlichen Raum.

Zukunft gestalten

Die Ausbildungsplatzsuche im ländlichen Gebiet vollzieht sich wesentlich über etablierte soziale Netzwerke. Deshalb sind die Chancen für Jugendliche mit Migrationshintergrund und/oder sozialer Benachteiligung schlechter. So setzt das XENOS-Projekt bei Jugendlichen ohne Ausbildung an, die eine der einjährigen Schulformen – Berufsvorbereitungsjahr (BVJ), Berufseinstiegsjahr (BEJ) oder die einjährige Berufsfachschule (1BF), besuchen.

Um den oft schwierigen Übergang von der Schule in den Beruf wirkungsvoll begleiten zu können, arbeitet XENOS eng mit den beruflichen Schulen in Titisee-Neustadt, Müllheim und Breisach zusammen. Somit soll an dieser Schwelle dem Beginn einer dauerhaften Desintegration vorgebeugt werden.

Perspektiven für Jugendliche

Im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald hat ein Viertel der unter 40-Jährigen Migrationshintergrund. Die Chancen dieser Menschen auf einen Praktikums- und/oder Ausbildungsplatz sind jedoch bei gleicher Qualifikation deutlich schlechter als die ihrer deutschstämmigen Altersgenossen. Integration meint in diesem Sinne, gleiche Chancen auf eine gleichberechtigte Teilhabe an Praktikums- und Ausbildungsplätzen. So sollte nicht Stefan statt Serhart einen Ausbildungsplatz bekommen, sondern beide gleichermaßen.

Jugendliche brauchen die Perspektive, ein normales Leben auf Grundlage von beruflichem Erfolg aufbauen zu können. Vor allem benachteiligte Jugendliche, denen häufig das Vertrauen in ihre die eigenen Fähigkeit fehlt, benötigen besondere Unterstützung beim Übergang von der Schule in den Beruf.

Zukunft der Kommunen

Die Arbeitsmarktchancen für Menschen ohne berufliche Qualifikation haben in den letzten Jahren weiter abgenommen. Dies stellt die Betroffenen ins gesellschaftliche Abseits und erfordert kommunale Sozial- und Fürsorgeleistungen. Darüber hinaus haben einige Kommunen schon heute mit dem Wegzug junger Menschen zu kämpfen: Dies schafft zukünftige Herausforderungen, nicht nur für den Erhalt von Schulen, sondern auch für die gesamte Infrastruktur, wie beispielsweise die Anwesenheit von ÄrztInnen und Geschäften.

Somit ist die Einbindung Aller eine wichtige Basis für den Erhalt einer lebendigen Kommune, bei der die Zukunft sowohl auf Lenas, Olgas, Mehmets und Kevins Schultern liegt.

Betriebliche Herausforderungen

Auch die Betriebe werden mittelfristig neue Lösungen finden müssen, offene Stellen mit qualifiziertem Personal besetzen zu können. Die Zahl der Menschen, die in den Ruhestand gehen, wird bald die der BerufsschulabgängerInnen übersteigen. Diese Lücke wird mit vermehrten Anstrengungen für die Berufsqualifikation Jugendlicher verbunden sein:

So muss heute ausgebildet werden, um morgen zu profitieren.Flyer XENOS-PartnerbetriebeFlyer XENOS-PartnerbetriebeFlyer XENOS-Partnerbetriebe

Anhang: